Zu Besuch bei den alten Handwebern

Der diesjährige Herbstwandertag stand ganz unter dem Jahresmotto: „Gestern – heute- morgen Wir machen eine Zeitreise“. Die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-Schlemmer-Grundschule sollten nachempfinden, wie die Handweber in unserer Gegend lebten und arbeiteten.  

Zunächst wurde das Weberhäuschen in Kleinschwarzenbach erkundet. Frau Ölschlegel wusste interessant und spannend zu berichten, wie das karge und arbeitsreiche Leben auf engstem Raum sich gestaltete. Tiere mit im Haus, keine Toilette, kein Bad, kein eigenes Zimmer für die Kinder – da staunten die Stammbacher Schüler nicht schlecht. Das konnten sie sich kaum vorstellen. Den Lebensmittelpunkt bildete der große Webstuhl mitten in der Stube. Hier wurde der Lebensunterhalt für die ganze Familie verdient. Wenn der Weber seine Ware fertig hatte, wurde sie im Huckelkorb nach Helmbrechts gebracht. Auch die Stammbacher Schüler machten sich mit so einem Korb auf den Weg von Kleinschwarzenbach nach Helmbrechts. Schon bald merkten sie, dass das ziemlich anstrengend war.

Im Textilmuseum erfuhren sie dann an verschiedenen Stationen, wie und woraus ein Faden entsteht. So versuchten sie, aus Flachshalmen die Faser herauszubekommen. Aber auch Wolle vom Schaf, Kamel und Lama kann zu einem Faden versponnen werden. Man konnte auch versuchen zu weben und den längsten Schal der Welt bewundern.

So hatten am Ende des Vormittags alle Kinder eine kleine Vorstellung, wie es früher in den kleinen Weberhäuschen in unserer Gegend zuging.

Margot Zapf

Witterungsbedingter Unterrichtsausfall?

Termine

Keine Termine

sinus

stawappen

oberfrankenlink