Spannende Lesenacht


Es ist Freitagabend. In der sonst um diese Zeit sehr stillen Elisabeth-Schlemmer-Grundschule sind ungewöhnliche Aktivitäten zu bemerken.

Die Zweitklässer treffen nach und nach mit großem Gepäck und aufgeregt schnatternd in der Schule ein. Zum Abschluss der ersten beiden Schuljahre soll es noch einmal einen besonderen Höhepunkt geben – eine Lesenacht mit dem Motto: „Eine lustige Piratennacht"!
Nachdem alle eingetroffen waren, wurden erst einmal die Nachtlager hergerichtet. Gar nicht so einfach, denn es mussten Luftmatratzen aufgeblasen werden. Zum Glück halfen die Eltern. Die hatten sich auch jede Menge Mühe gegeben und uns mit einem tollen „Piraten-Buffet" versorgt. Der Einstieg in die lustige Piratennacht war der Sturm auf das Buffet. Alle ließen sich die Köstlichkeiten schmecken.
Anschließend durfte sich jeder nach seinem Geschmack beschäftigen: Es gab Malvorlagen, Mandalas, Bastelarbeiten (Piratenhut, Papagei), Spiele. Wer wollte, konnte auch schon anfangen, in seinen Büchern zu lesen.
Da es ein lauer Sommerabend war, setzten sich alle in den Schulgarten und Frau Zapf las die Geschichte von Käpten Knitterbart vor. Noah hatte eine eigene Erzählung über Star-Wars-Figuren geschrieben – sehr spannend und sehr gruselig!
Es wurde langsam dunkel und alle verzogen sich wieder ins Schulhaus. Mitten im Gang lag plötzlich eine geheimnisvolle Rolle! Wie mochte die wohl da hingekommen sein? Natürlich wurde sie sofort aufgerollt. Jeder wollte doch wissen, was es mit dieser Rolle auf sich hat! Es war eine Schatzkarte. Irgendwo im Schulhaus musste ein Schatz versteckt sein! Ganz nach Piratenart machten wir uns, bewaffnet mit Taschenlampen, auf den Weg. Der Plan führt uns kreuz und quer, treppauf und treppab durch das nächtliche Schulgebäude. Schließlich näherten wir uns im obersten Stockwerk der Stelle, die mit einem Kreuzchen und dem Hinweis „Schatz" gekennzeichnet war. Doch, oh Schreck, mitten im Gang stand ein Skelett. Jeder war ein bisschen, oder auch mehr, erschrocken. Doch schnell stellte sich heraus, dass es sich um „Oskar", unser schuleigenes Skelett handelte.
Als sich alle wieder gefasst hatten, betraten wir den gekennzeichneten Raum. Dort durfte jeder nach Edelsteinen graben und es gab für jeden ein kleines Büchlein. Erleichtert machten wir uns auf den Rückweg. Nun wollten alle nur noch ins Bett. Bis kurz vor Mitternacht wurde noch eifrig im Schein der Taschenlampen gelesen. Nach und nach fielen allen die Augen zu und es herrschte Ruhe.
Am nächsten Morgen standen die Eltern pünktlich um acht Uhr vor der Tür, um ihre Kinder abzuholen. Mancher wird wohl zu Hause noch ein Stündchen Schlaf nachgeholt haben. Aber alle meinten: „So eine Lesenacht würden wir sofort noch einmal mitmachen!"

Margot Zapf

Witterungsbedingter Unterrichtsausfall?

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30 Jul - 10 Sep
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